Interview mit Kapitän Patrick Prell - "Nur mit Minimalaufwand geht die Bezirksliga nicht"

Eishockey Kapitän Patrick Prell von der SG Lindenberg/Lindau1b über den Höhenflug, schnelle Stürmer und mögliche Stolperstellen

 

Fünf Spiele, fünf Siege: Diese super Startbilanz kann und will Bezirksligist SG Lindenberg/Lindau 1b am morgigen Samstag ausbauen. Der Tabellenzweite bestreitet erstmals in dieser Saison ein Heimspiel in Lindenberg. Ab 18 Uhr ist der noch sieglose, zuletzt aber immer besser in Schwung gekommene ESV Türkheim im frisch sanierten Kunsteisstadion am Waldsee zu Gast. Die Spielgemeinschaft geht als Favorit ins Spiel, denn sie stellt die beste Abwehr der Liga (2,2 Gegentore pro Spiel) und ist als einzige Mannschaft noch ungeschlagen. Im Interview nennt Kapitän Patrick Prell (31) die Gründe für den Höhenflug. Zwei Stürmer aus Lindenberg spielen dabei eine Rolle.

 

Wieso ist die Mannschaft heuer so stark?

Patrick Prell: Das liegt an der Tiefe des Kaders. Wir haben mit Daniel Pfeiffer und Timo Kronfoth nochmals zwei starke Spieler dazubekommen. Jetzt haben wir zwei starke Reihen, die Tore schießen und eine defensiv gute dritte Reihe, die dann das Ergebnis halten kann und uns während eines Spiels Luft verschafft, damit wir dann offensiv wieder Gas geben können.

 

Wo gibt’s Verbesserungsbedarf?

Prell: Den gibt’s natürlich immer. Wir müssen beispielsweise weiter unsere Laufwege trainieren, damit die Automatismen noch stärker greifen.

 

Die Spielgemeinschaft besteht aus Lindenbergern und Lindauern. Merkt man da Unterschiede?

Prell: Nein. Das Team ist richtig gut zusammengewachsen und hat einen brutalen Zusammenhalt. Auf dem Eis ist jeder für jeden da das macht eine gute Mannschaft aus.

 

Sie haben viele Jahre in der Landesund Bayernliga gespielt. Wie groß ist denn die Umstellung auf die Bezirksliga, die niedrigste Spielklasse?

Prell: Umstellung würde ich das nicht nennen. Aber es gibt schon Unterschiede. Du hast vor allem viel mehr Zeit, um die Scheibe anzunehmen, zu schauen und zu passen. Aber man darf sich von dem niedrigeren Tempo auch nicht einlullen lassen und glauben, dass es gegen schwächere Gegner von allein geht. Nur mit dem Minimalaufwand geht es auch in der Bezirksliga nicht.

 

Aus Lindenberger Sicht stechen vor allem die Stürmer Michael Wellenberger und Manuel Merk immer wieder heraus. Ein Wort zu den beiden...

Prell: Sie spielen natürlich eine wichtige Rolle. Beide sind richtig schnell und fackeln vor dem gegnerischen Tor nicht lange. Sie schießen sofort und gehen immer gleich auf den Nachschuss. Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem nicht einer von beiden getroffen oder zumindest ein Tor vorbereitet hätte.

 

Morgen ist das erste Spiel auf dem neuen Eis in Lindenberg. Haben Sie es schon getestet?

Prell: Ja, ich war einmal drauf. Die Eisqualität ist viel besser als vorher. Aber in Lindenberg ist das auch immer wetterabhängig. Wenn der Föhn kommt, wird das Eis schnell weich. Ich mag es am liebsten, wenn das Eis so richtig hart ist, im Dezember und Januar, wenn es kalt ist und um die null Grad hat.

 

Zurück zum Sportlichen: Ist der Aufstieg heuer ein Thema?

Prell: Ganz ehrlich: Darüber haben wir noch gar nicht gesprochen. Aber es weiß jeder, dass wir heuer mit unserer Stärke die Play-offs erreichen und um den Aufstieg mitspielen können. Aber wie gesagt: Ein Selbstläufer ist das nicht.

 

Welche Rolle spielt denn der Captain im Eishockey?

Prell: Du musst schauen, dass du die Jungs zusammenhältst gerade in der heißen Phase, wenn es in Richtung Play-offs geht und die Eiszeiten für die Ersatzspieler kürzer werden. Und dann ist der Captain auch die rechte Hand des Trainers. Wir tauschen uns regelmäßig über die Spiele und die Taktik aus, ebenso die anderen erfahrenen Spieler.

 

Worauf dürfen sich die Zuschauer morgen dann freuen? Wie sieht der Matchplan aus?

Prell: Wenn der Gegner auf Augenhöhe ist, wird es ein schnelles und hartes Spiel. Wir wollen natürlich nach vorne spielen. Die Leute dazu haben wir. Wenn wir das eigene Drittel in den Griff bekommen und die Scheibe gut rausspielen können, dann läuft es in der Offensive fast von selbst.


Quellen

Bericht: Der Westallgäuer

Bild: Shakral Photography

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Kommentare: 1
  • #1

    Monnie Schrom (Mittwoch, 01 Februar 2017 23:43)


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