Zum Jahresabschluss Spitzenspiel gegen Maustadt

Bereits am Freitag Abend, Spielbeginn ist um 20.00 Uhr, bestreitet die SG Lindenberg / Lindau 1b ihr letztes Heimspiel des Jahres. Gegner ist mit der SG Maustadt/ECDC 1b der Tabellendritte der Bezirksliga und ein absolutes Spitzenteam.

Bereits seit einigen Jahren ist das Heimspiel gegen Maustadt der Saisonhöhepunkt schlechthin für die SGLL. Ausschlaggebend dafür war neben den stets sehr zahlreich und lautstark aber dabei immer fairen Fans vor allem auch die attraktives Spielweise der Memminger. Mit vielen hochkarätigen Spielern besetzt, die fast alle schon in den höchsten Spielklassen Deutschlands aktiv waren bieten die Spieler von Trainer Ingo Nieder immer ein wahres Offensivfeuerwerk. Vor einigen Jahren waren wir häufig oft selbst Leidtragende dieser Offensivkraft und mehr Opfer als Gegner. Doch trotz teils hoher Siege sind die Spieler der Maustädter immer stets fair und nie herablassend in Lindenberg aufgetreten. So hat sich über die Jahre eine gute Kameradschaft zwischen den beiden Mannschaften entwickelt, die auch dadurch nicht geschwächt wird, dass unsere Jungs inzwischen durchaus mithalten können. Ein Blick auf die Statistik dieser Saison zeigt, dass die SG Maustadt/ECDC 1b mit 92 erzielten Toren den erfolgreichsten Angriff der Liga aufbieten kann, nicht allzu weit dahinter folgt die SG Lindenberg / Lindau 1b mit 83 Treffern. Beim Verhindern von Toren ein ähnliches Bild, mit einem Durchschnitt von rund 2,2 Toren pro Spiel haben hier allerdings unsere Jungs die Nase vorn, gefolgt von den Maustädtern mit einem Schnitt von 2,9 Toren. Diese Werte kommen nicht von ungefähr, nach der aus Sicht des HC Maustadt wohl nicht befriedigend verlaufenen letzten Saison, kam es zum erneuten Schulterschluss mit dem Stadtrivalen vom ECDC. Nachwuchsspieler des Bayernligaspitzenteams sollen so Gelegenheit bekommen in der Bezirksliga „Senioreneishockey-Luft“ zu schnuppern und sich mit Unterstützung der erfahrenen Spieler des HC an das Niveau der Bayernliga heran zuarbeiten. Spieler die aus beruflichen oder familiären Gründen nicht mehr auf höchstem Niveau antreten wollen finden ebenfalls eine neue sportliche Heimat. Wem das bekannt vorkommt liegt richtig, der TV Lindenberg und der EV Lindau praktizieren das gleiche Modell schon seit mehreren Jahren und wie die sportliche Entwicklung des Teams zeigt mit einigem Erfolg. Auch im Team der SGLL haben in der Vergangenheit immer wieder Lindauer Nachwuchsspieler zeigen können was in ihnen steckt. In der heurigen Saison konnten Eric Schneider und Dominik Dahlhaus schon einige Male ihr Können in den Dienst der Mannschaft stellen. Dass es nicht noch mehr Spieler sind, die in der SGLL zum Einsatz kommen hat damit zu tun, dass der EVL mit dem EV Ravensburg einen weiteren Kooperationspartner hat, der in seiner DNL2 Mannschaft einige Spieler bindet, die in den letzten Jahren in der SGLL aktiv waren. Ein Blick auf den Kader zeigt, dass sich das heuer aber nicht negativ bemerkbar macht. Grund hierfür ist, dass in den letzten Jahren gelungen ist immer mehr erfahrene Spieler in die Mannschaft einzubauen. Neben etlichen Spielern die aus der Lindauer Ersten den Schritt zurück gemacht haben, sind es in dieser Saison auch erfreulich viele Spieler die beim TVL groß geworden sind. Abteilungsleiter Oliver Baldauf betont dabei immer das es vor allem einer glückliche Fügung zu verdanken sei, dass Spieler wie Michael Wellenberger, Manuel Merk und Mike Sabautzki, die sicherlich alle auch höherklassig antreten könnten, in dieser Saison für ihren Heimatverein auflaufen. Ein bisschen sei es aber auch dem Umstand zu verdanken, das in den letzten Jahren versucht wird auch im Umfeld immer besser zu werden und professioneller zu arbeiten. Doch das aus dieser bunten Mischung eine funktionierende Mannschaft werden konnte ist keine Selbstverständlichkeit und der Verdienst von Matthias Schwarzbart, selbst noch als Spieler aktiv, schafft er es als Trainer die richtige Balance zwischen all den unterschiedlichen Charakteren herzustellen. Wie schwierig diese Aufgabe ist, sei am Beispiel von

Matthias Speiser verdeutlicht. Noch vor wenigen Jahren war Speisi fester Bestandteil der 1. Sturmreihe und einer der Führungsspieler im Team. Durch den Zuwachs den das Team aber Jahr für Jahr aus der Ersten erhalten hat, musste er sich praktisch ständig neu erfinden und ist heute oft in der 3. Angriffsreihe im Einsatz. Dort ist er mit seiner unermüdlichen Laufarbeit und seinem großen Kämpferherz wertvoller denn je und was das Toreschießen angeht heuer auch äußerst erfolgreich. Dafür zu sorgen, dass jeder Spieler seine Position findet und sich mit all seinen Fähigkeiten in den Dienst der Mannschaft stellt, darin liegt die große Herausforderung. Dies ist insbesondere auch deshalb so, weil das Gefüge durch Zugänge während der Saison immer wieder neu gefunden werden muss.

Im bisherigen Saisonverlauf ist das Trainer und Mannschaft außerordentlich gut gelungen. War man anfänglich mit dem Ziel gestartet den 3. Platz vom Vorjahr erfolgreich zu verteidigen, zeigt sich nach dem mehr als die Hälfte aller Spiele absolviert ist, dass am Ende sogar noch mehr herausschauen könnte. Die SGLL ist neben dem ERC Lechbruck als einzige Mannschaft nach 60 Minuten noch ungeschlagen. Sofern die nächsten 3 Spiele gegen die direkten Konturrenten Mausstadt und Lechbruck erfolgreich absolviert werden können, winkt als Zugabe sogar die Meisterrunde, an welcher die beiden Erstplatzierten aller Bezirksligen teilnehmen dürfen. Doch um dort hinzukommen liegen muss erstmal der Gegner dieses Wochenendes bezwungen werden, was wegen der eingangs geschilderten Stärken der Maustädter ein schwieriges Unterfangen werden dürfte. Hinzu kommt noch, dass die SG Maustadt/ECDC1b bereits mit 2 ungeplanten Niederlagen gegen Teams aus dem Mittelfeld der Liga belastet ist. Jede weitere Niederlage kann da bereits das Ende der Titelträume bedeuten. Es darf also angenommen werden, das am Freitag ein Gegner auf unsere Jungs wartet, der mit allen Mitteln versuchen wird 3 Punkte aus dem Westallgäu zu entführen. Unterstützt werden die Maustädter dabei sicherlich von einer großen Zahl ihrer tollen Fans. Um diesen und den hoffentlich ebenfalls sehr zahlreichen Unterstützern des Heimteams einen bestmöglichen Rahmen zu bieten, haben sich die Verantwortlichen einiges einfallen lassen. So werden die Teams von Einlaufkindern aus dem TVL Nachwuchs begleitet. Mit Fahnen der beteiligten Vereine werden die Kinder dabei einige Runden auf dem Eis drehen. In der Drittelpause wird dann an die Jugendleiter von TVL und EVL der Reingewinn aus Eröffnungsspiel überreicht werden. Vom Förderverein Kunsteisstadion werden dabei an den Eishockeynachwuchs von TVL , EVL und EVR jeweils 500 € verteilt. Damit so kurz vor dem Jahresende auch ausreichend warme Getränke angeboten werden können wird von Förderern des Lindenberger Eishockeys, darunter FCL Trainer Benny Schnepf, wieder die beliebte Hot Caipi-Bar angeboten. Es ist also alles vorbereitet um wieder ein großes Eishockeyfest mit dem Freunden aus der Maustadt feiern zu können, auch wenn die Freundschaft zwischen den Spielern für zumindest 60 Minuten ruhen dürfte.

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