7:3 - aber eine enge Kiste

Eishockey SG Lindenberg/Lindau 1b gewinnt vor 300 Zuschauern das Spitzenspiel gegen Maustadt und kann wohl für die Play-offs planen - Dank eines furiosen Schlussdrittels hat Tabellenführer

 

SG Lindenberg/Lindau 1b das Bezirksliga-Spitzenspiel gegen Verfolger HC Maustadt/Memmingen 1b mit 7:3 (1:0, 1:1, 5:2) gewonnen. Welch große Bedeutung der elfte Sieg hat und was er für den weiteren Saisonverlauf bedeutet, brachte Spielertrainer Matthias Schwarzbart auf den Punkt: „Wir sollten mit den Play-offs planen können. Allerdings dürfen wir jetzt nicht den Zug rausnehmen und die Saison abhaken. Wir stehen nach zwölf Spielen mit 34 Punkten auf dem ersten Platz – und den wollen wir bis zum Schluss auch verteidigen.“ Das Spiel war hart umkämpft: Lindenberg kassierte 23 Strafminuten, die Gäste gar 26. Über 300 Zuschauern legten die Hausherren los wie die Feuerwehr. Nach exakt 101 Sekunden drosch Manuel Merk einen Abpraller von der Bande zum 1:0 ins Netz, kurz darauf traf Timo Kronfoth den Pfosten. Die mit viel Vorschusslorbeeren dekorierten Gäste bekamen so gut wie keine Luft zum Atmen. Während Lindenberg/Lindau 1b fast ein Dutzend Torschüsse abfeuerte, hatten die Maustädter nur eine Halbchance. Es hätte deutlich höher stehen können als nur 1:0. Das zweite Drittel war dann sehr zerfahren, die Strafzeiten häuften sich. Zunächst vollendete Merk einen blitzsauberen Unterzahl-Konter zum 2:0 (27.), doch nach einer Fünf-Minuten-Strafe gegen Mike Sabautzki wegen Stockschlags kam Lindenberg bis zum Ende des Drittels nicht mehr aus der eigenen Unterzahl heraus. Insgesamt kassierten die Bergstädter in diesem Abschnitt 17 Strafminuten, die Gäste nur acht. „Aber unsere Unterzahlspezialisten haben diese Situationen gekillt“, sagte Schwarzbart. Weil auch Torhüter Dominik Hattler einen Sahnetag erwischte, gelang Memmingen nur der 1:2-Anschlusstreffer (35.). Im letzten Drittel besannen sich die Hausherren dann wieder auf ihre spielerische Qualitäten und zogen das Tempo an. Dominic Mahren (42./51./58.), Andreas Hops per abgefälschtem Fernschuss (45.) und Timo Kronfoth mit einem tollen Solo (48.) machten den Deckel drauf. Zwischendrin gelang den Gäste noch mit einem Doppelschlag innerhalb weniger Sekunden ein bisschen Ergebniskosmetik (54.). „Wir wissen, wie stark wir sind. Das war eine super Leistung der Mannschaft, allerdings hätte es auch deutlich knapper ausgehen können“, sagte Schwarzbart und ergänzte: „In der Phase, in der es knapp war, war unser Überzahlspiel richtig schlecht.“ Seinem Team steht nun das „Wochenende der Wahrheit“ ins Haus: Am Samstag kommt der Tabellenzweite Lechbruck nach Lindenberg (18 Uhr), am Sonntag steht das Rückspiel in Maustadt an (18.30 Uhr).

 

Quellen:

Bericht: Florian Wolf

Fotos: Florian Wolf / Shakral Photography

Fotos: David Ochsenreiter

 

 

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