Das Halbfinale ist erreicht, aber wer ist der Gegner?

 

Glatt in 2 Spielen konnte sich die SG Lindenberg / Lindau 1b gegen den EV Mittenwald durchsetzten. Eng waren die Spiele und vor allem Spiel 2 stand auf Messers Schneide. Mit viel Einsatz und Willensstärke hat sich das Team von Trainer Matthias Schwarzbart den spielfreien Freitag erarbeitet und muss erst wieder am Sonntag antreten. Spielbeginn im Lindenberger Kunsteisstadion ist 19.00.

Anders unser Gegner im Halbfinale. Das Duell SG Schliersee/ Miesbach gegen den ERC Lechbruck konnte nicht in 2 Spielen entschieden werden. Der Gegner, wer auch immer es letztlich sein wird, hat auf jeden Fall eine kürzere Pause als wir. Die Tatsache, dass die Begegnung in Miesbach erst am Samstag ausgetragen werden kann, spielt dabei auch schon fast keine Rolle mehr. Zumal es ohnehin in Play-offserien nicht gesagt ist, dass der im Vorteil ist, der eine längere Pause hatte. Bleiben doch die Teams ohne Pause besser im Rythmus.

So ist das Duell, egal gegen welches der beiden Teams es ausgetragen werden wird völlig offen. Der ERC Lechbruck ist bestens bekannt aus den vielen Aufeinandertreffen in der Bezirksliga Gruppe 4. Meistens hatten die Flößer dabei das bessere Ende für sich. In der laufenden Saison war das Team vom Lech bisher überhaupt die einzige Mannschaft die unsere Jungs schlagen konnte. Diese Niederlage nach Penaltyschießen ist allen im Team noch bestens in Erinnerung. Die kampfstarken Flößer wären sicherlich ein unangenehmer wenn auch schlagbarer Gegner.

Was im Falle des Weiterkommens der SG Schliersee/ Miesbach für ein Kaliber auf das Team von Matthias Schwarzbart wartet, ist schwer abzuschätzen. Die Auftritte der Mittenwalder haben jedenfalls bewiesen, dass die Mannschaften der Gruppe 3 nicht schwächer sind als in Gruppe 4. Die Schlierseer haben sich dort denkbar knapp, mit nur einem Punkt Vorsprung als Gruppensieger durchgesetzt. Demnach ist anzunehmen, das die Mannschaft mindestens die gleiche Spielstärke haben wird wie Mittenwald. Neben einigen erfahrenen Schlierseer Spielern lebt die Mannschaft dabei vor allem von den U23 Spielern des TEV Miesbach. In den ersten beiden Spielen des Viertelfinales gegen Lechbruck waren diese Spieler maßgeblich an den Torerfolgen beteiligt. Der TEV, ein Spitzenteam der Bayerliga, ist bekannt für seine durchgängig gute Nachwuchsarbeit. Erst im Vorjahr aus der Landesliga abgestiegen, ist es das klare Saisonziel der SG Schliersee / Miesbach sofort wieder aufzusteigen.

Ganz anders sieht die Situation bei unseren Jungs aus, die ohne jeden Druck ins Halbfinale gehen können. Jeder weitere Sieg macht die ohnehin schon grandiose Saison nur noch besser. Doch die Aufgabe wird enorm schwierig. War man im bisherigen Saisonverlauf weitgehend von großen Verletzungen verschont geblieben, hat das Verletzungspech in den letzten Wochen besonders hart zugeschlagen. Waren im letzten Gruppenspiel mit Matthias Schwarzbart und Hannes Smedek 2 Stürmer ausgefallen, so waren es im Viertelfinale 2 Verteidiger, die verletzt ausscheiden mussten. Ob und wer von den Vieren am Sonntag wieder zur Verfügung stehen wird, ist derzeit noch völlig offen.

Sportlich wird das Spiel auf jeden Fall eine große Herausforderung werden und um erfolgreich zu sein braucht die Mannschaft die Unterstützung eines möglichst zahlreichen Publikums. Da am

Sonntagnachmittag im Nachbarort Scheidegg der große Fasnachtsumzug stattfindet, erhalten alle die maskiert zum Spiel kommen eine Ermäßigung auf den Eintrittspreis. Hästräger von Narrenzünften erhalten kostenlosen Eintritt. Der TVL möchte auf diese Weise so viel wie möglich von der guten Laune und der ausgelassen Fasnachtsstimmung einfangen. Auch hofft das Team trotz des Heimspiels der Lindauer Islanders, das ebenfalls am Sonntagabend stattfindet, auf zahlreiche Unterstützer, die nach dem Spiel in Lindau - Spielbeginn ist 1,5 Stunden früher - noch ins Westallgäu aufbrechen. Die Vorfreude auf das Spiel ist riesig und spannend ist auch die Frage wer der Gegner sein wird.

 

Quellen:

Bericht: Oliver Baldauf

Fotos: David Ochsenreiter

Fotos: Florian Wolf / Shakral Photography

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