Platz unter Wasser: Schiedsrichter bricht Spitzenspiel ab

Bei Spielbeginn ging es noch mit dem Regen, doch gegen Ende hin schüttete es zu heftig. Der Platz stand unter Wasser und war nicht mehr bespielbar. Das Bezirksliga-Spitzenspiel zwischen der SG Lindenberg/Lindau 1b und dem ESV Türkheim ist nach 43 Minuten beim Stand von 3:3 abgebrochen worden. Was das jetzt bedeutet, ist laut TVL-Abteilungsleiter Oliver Baldauf unklar. „Sportlich am fairsten wäre eine Neuansetzung“, sagt er. Es könnte aber auch sein, dass das Spiel mit 3:3 gewertet wird. Wobei es eigentlich beim Eishockey kein Unentschieden gibt. Gibt es nach 60 Minuten keinen Sieger, folgt immer ein Penaltyschießen. Dessen Sieger erhält zwei Punkte, der Verlierer einen Zähler.

 

Vor der trotz des schlechten Wetters beachtlichen Kulisse von 100 Zuschauern zeigten die Gäste aus Türkheim, dass sie zurecht Erster sind. Sie waren zielstrebig, läuferisch stark und machten enormen Druck. „Die haben uns richtig beschäftigt. Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den letzten Jahren einen stärkeren Gegner in Lindenberg gehabt haben“, sagt Baldauf. Die SGLL konterte mit ihren bekannten Stärken. So entwickelte sich ein Spitzenspiel, das seinen Namen verdiente. „Das war Werbung fürs Eishockey“, sagt Baldauf.

 

Es ging hin und her. Die Hausherren, die mit Zdenek Cech einen ihrer besten Spieler ersetzen mussten, aber dafür doch auf Stammkeeper Dominik Hattler zurückgreifen konnten, gingen anfangs durch Michael Wellenberger mit 1:0 (11.) und – nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich (15.) – im zweiten Drittel durch Manuel Merk mit 2:1 (22.) in Führung. Dann drehten die Gäste die Partie (31./34.), ehe Wellenberger drei Sekunden vor Ende des zweiten Drittels das 3:3 erzielte. Ein Tor mit großer Bedeutung: „Sonst wäre das Spiel nach dem Abbruch sicher für Türkheim gewertet worden“, ist sich Baldauf sicher.

 

Denn in der zweiten Drittelpause nahm der Regen zu. Es schüttete wie aus Kübeln. Auf dem Eis bildete sich ein Wasserfilm. Die Mannschaften kamen zwar nochmals aus der Kabine, doch an ein reguläres Spiel war nicht zu denken. Drei Minuten nach Wiederanpfiff schickte der Schiedsrichter sie wieder in ihre Kabinen zurück. Als sich nach 35 Minuten Wartezeit kein Ende des Regens abzeichnete, brach der Unparteiische die Partie nach Rücksprache mit den Trainern ab.

 

Welche Folgen das hat, wird der Verband entscheiden.

 

Sicher ist derweil, dass die SGLL am 3. Februar das ausgefallene Heimspiel gegen Woodstock Augsburg (3.) nachholen wird.

 

Am Freitag geht es nun auswärts zum Tabellensechsten nach Königsbrunn, Spielbeginn ist 20 Uhr. Die dortige Spielgemeinschaft ist mit dem bisherigen Saisonverlauf sicher nicht zufrieden und wird alles versuchen den dritten Saisonsieg zu landen. Auswärts musste das Team von Matthias Schwarzbart in dieser Saison erst einmal antreten. Durch die Absage des Spiels gegen Augsburg und den Abbruch gegen Türkheim hat die SGLL erst 3 Saisonspiele bestritten und deshalb schon einen deutlichen Punkterückstand zur Tabellenspitze. Es sollte also dringend gepunktet werden, um die vorderen Ränge nicht aus dem Blick zu verlieren. Ob dabei alle Spieler mithelfen können ist fraglich. Möglicherweise wird neben Daniel Pfeiffer, der diese Saison noch gar nicht mitwirken konnte auch Manuel Merk ausfallen. Er hat sich am Sonntag im Spiel gegen Türkheim verletzt. Dennoch sollte die Tiefe im Kader ausreichen, um zählbares aus Königsbrunn mit nehmen zu können.

 

 

 

Quellen:
Bericht: Benjamin Schwärzler / Der Westallgäuer

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