Spitzenreiter nach dem Spitzenspiel

SG Lindenberg/Lindau 1b siegt 5:3 gegen Maustadt und ist nun Tabellenführer

 

Der beste Angriff der Liga hat nun auch die Tabellenspitze erobert: Angeführt vom dreifachen Torschützen Michael Wellenberger hat die SG Lindenberg/Lindau 1b ihr Heimspiel gegen den direkten Konkurrenten HC Maustadt mit 5:3 (1:1, 2:2, 2:1) gewonnen. Es war der 26. Sieg in Folge im Kunsteisstadion am Lindenberger Waldsee – und damit ist die SGLL endlich wieder auf den ersten Platz der Bezirksliga geklettert. Wie sie das tat, war beeindruckend: „Das war absolute Werbung für das Eishockey. Ein Spitzenspiel, das seinem Namen gerecht wurde – und mit Hochspannung bis zum Schluss“, sagte TVL-Abteilungsleiter Oliver Baldauf.

 

Trainer Matthias Schwarzbart konnte vor 380 Zuschauern auf eine  nahezu volle Kapelle zurückgreifern. Zwei Torhüter und 15 Feldspieler standen auf dem Spielberichtsbogen. Im ersten Drittel ging es rauf und runter. Die Gäste aus Memmingen hatten ein leichtes Übergewicht und gingen in Führung (6.), doch die glich Marks Olesko nur 74 Sekunden später nach Zuspiel von Manuel Merk aus. Das 1:1 zur ersten Drittelpause ging vollauf in Ordnung.

 

Gut eingestellt vom Trainer kam die SGLL dann mit viel Dampf aus der Kabine. Mit einem Doppelschlag von Michael Wellenberger (24./27.) gingen die Hausherren völlig verdient mit 3:1 in Führung. Kurz darauf musste Zdenek Cech vom Eis: Wegen eines Stockschlags erhielt er 2+5 Minuten sowie eine doppelte Spieldauer-Strafe. „Die Strafe war auch meiner Sicht überzogen. Eine Spieldauer geht in Ordnung, aber der Spieler von Maustadt, der die Situation angezettelt hatte, hätte auch mindestens eine Spieldauer bekommen müssen. Er ist sogar schon freiwillig zur Strafbank gefahren, was allerdings unnötig war, weil die Schiedsrichter sein Vergehen nicht ahnden mochte“, schildert Baldauf.

 

Als dann auch Verteidiger Mario Kustor zwei Minuten bekam, spielte die SGLL sogar in doppelter Unterzahl. Maustadt nutzte das zum 2:3 (30.), doch „was die Jungs dann an Einsatz zeigten, war Extraklasse. Jeder hat für jeden gekämpft. Allen voran Manu Merk, der sich in jeden Schuss geworfen hat“, sagt Baldauf.

 

Das letzte Drittel ging dann komplett an die Gastgeber. Der Verlust von Zdenek Cech machte sich kaum bemerkbar. Maustadt kam fast nicht mehr aus seinem Drittel. Angriff auf Angriff rollte aufs Gästetor. Das 4:2 von Merk war nur eine Frage der Zeit (55.). Allerdings fiel im direkten Gegenzug der erneute Anschluss. In den Schlussminuten arbeitete die SGLL aber gut und setzte den Gegner früh unter Druck. Ein dadurch provozierter kapitaler Fehlpass landete bei Wellenberger, der unbedrängt und eiskalt mit dem 5:3 den sechsten Sieg im siebten Spiel perfekt machte (58.).

 

Der neue Tabellenführer hat nun gleich das nächste Spitzenspiel vor der Brust: Am Samstag, 5. Januar, kommt der Drittplatzierte Lechbruck an den Waldsee. Spielbeginn ist um 18 Uhr.

 

Quellen:
Bericht: Benjamin Schwärzler / Der Westallgäuer

 

 

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