Auswärtsfahrten ans Tabellenende

Am Samstag um 20.00 tritt der aktuelle Tabellenführer die SG Lindenberg / Lindau 1b beim Schlusslicht der SG Senden / Burgau 1b an. Auf dem Papier ist das eine deutliche Angelegenheit. Auch wenn man sich das Hinspielergebins von sage und schreibe 17:0 vor Augen führt, ändert sich dieser Eindruck nicht. Man muss nicht lange darum herum reden, die SG vom Bodensee ist klarer Favorit. Entsprechend selbstbewusst führt man an die Iller. Das Ziel ist klar, mit 3 Auswärtspunkten soll die Tabellenführung in Lindenberg behalten werden.
Doch ein Spaziergang wird das nicht für Matthias Schwarzbart und seine Jungs. Nur zu gut erinnert man sich an das mehr als knappe Ergebnis der Vorsaison. Mit Ach und Krach konnte im Penaltyschießen gewonnen und eine Niederlage verhindert werden. Vor Jahresfrist verzweifelten die Lindenberger Offensivkräfte fast am Mann im Tor der Crocodiles, der Hundert Arme und Beine zu haben schien. Ähnlich erging es den Eisbären Oberstdorf am vergangenen Wochenende die ihr Heimspiel nur knapp gewinnen konnten. Die bekannt heimstarken Oberstdorfer brachten dem Vernehmen nach eine Vielzahl hochkarätiger Chancen nicht am starken Torwart der Sendener vorbei. Es ist deutlich, die Aufgabe muss mit voller Konzentration angegangen werden.
Wozu die SGLL in der Lage ist, hat sie diese Saison schon einige Male bewiesen. 56 Tore in 8 Spielen bedeuten im Schnitt 7 Tore pro Spiel. Im Vergleich aller Bayrischen Bezirksligisten steht nur der EHC Bayreuth, Spitzenreiter in Gruppe 1, besser da. Das es in der Offensive auch läuft wenn die Reihen komplett durchgemischt werden, war am letzten Samstag beim 10:3 gegen Lechbruck zu sehen. Alle 3 Angriffsreihe konnten für ordentlich Gefahr sorgen, dazu kamen noch 3 Verteidigertore. So was ist natürlich gut fürs Selbstvertrauen. Was wichtig ist, denn auch am Samstag wird Trainer Schwarzbart wieder fleißig improvisieren müssen. 5 langfristig Ausfälle und 1 Sperre zu kompensieren sind mit dem heuer knapp besetzten Kader eine große Herausforderung. Um so erfreulicher ist der bisher sehr positive Saisonverlauf zu bewerten.
Erfreulich auch das sich der SG mit Andreas Gnannt unlängst ein zusätzlicher Verteidiger angeschlossen hat. Für Andreas ist das Spiel in Senden ein sehr Besonderes, stand er doch die letzten Jahre immer im Kader der Crocodiles. Er wird gegen seine alten Mitspieler sicher mit einer extra Portion Ehrgeiz antreten. Bei seinem Debüt am Samstag konnte er mit seiner unaufgeregten aber effektiven Spielweise durchaus gefallen. Andreas hilft definitiv die vor allem in der Verteidigung schmerzlichen jüngsten Spielerausfälle erträglicher zu machen. Es darf also trotz aller Widrigkeiten mit breiter Brust ans andere Ende der Tabelle gereist werden.

 

Quellen:
Bericht: Oliver Baldauf

 

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