Siegtreffer von der Mittellinie aus

SG Lindenberg/Lindau 1b siegt dank eines Verteidigers mit 7:6 beim HC Maustadt


Das Toreschießen gehört nicht zu den vordringlichsten Aufgaben von Markus Schweinberger. Doch im Spitzenspiel beim HC Maustadt avancierte der 36-jährige Verteidiger zum Matchwinner: Er erzielte wenige Minuten vor Schluss den etwas glücklichen Siegtreffer zum 7:6 (3:4, 2:2, 1:1) für die SG Lindenberg/Lindau 1b.


Die Spielgemeinschaft hat die Tabellenführung in der Bezirksliga untermauert und einen großen Schritt in Richtung Play-offs gemacht. Aus den restlichen vier Spielen benötigt sie nur noch vier Punkte, um die K.-o.-Spiele zu erreichen. Das sollte angesichts des Spielplans machbar sein. „Mit Oberstdorf und Augsburg haben wir noch zwei Gegner aus dem Mittelfeld vor der Brust. Eigentlich können wir das nur noch selbst vermasseln“, sagt TVL-Abteilungsleiter Oliver Baldauf.


Bei der SGLL fehlte der zuletzt starke Elia Feistle. Dafür ging diesmal Trainer Matthias Schwarzbart selbst aufs Eis, um mit drei kompletten Reihen auflaufen zu können. Da er aber ebenso wie Timo Kronfoth heuer erst zwei-, dreimal trainiert hatte, war die Abstimmung naturgemäß nicht ganz optimal.


Auf dem Memminger Hühnerberg entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Torchancen auf beiden Seiten. Die SGLL ging im ersten Drittel durch Michael Wellenberger (1:0), Patrick Prell (2:1), Dominic Mahren (3:1) und Markus Schweinberger (4:2) in Führung. Allerdings glichen die Gäste dreimal in der gleichen Minute aus. Auch die folgenden Führungstreffer von Manuel Merk (5:4) und Wellenberger (6:5) im zweiten Drittel konnte der Tabellenvierte kontern. Nicht jedoch das späte 7:6 durch Schweinberger, dessen Weitschuss von der Mittellinie dem gegnerischen Torhüter durchrutschte.


Beim 5 gegen 5 war der Tabellenführer die bessere Mannschaft, doch da es fast durchgängig nur Über- oder Unterzahlsituationen gab, fiel das kaum ins Gewicht. Obwohl das Spiel nicht unfair oder überhart geführt war, gab es 34 Strafminuten für die SGLL und 22 für Maustadt. Angesichts der vielen Unterzahlsituationen sei der Sieg  „mit großem Aufwand erarbeitet und auch etwas glücklich“ gewesen. Insgesamt sei es „nicht der beste Auftritt seines Teams in dieser Saison gewesen“ fand Trainer Schwarzbart.
„Mit 27 Punkten aus zehn Spielen sind wir absolut im Soll“, sagt Baldauf. Der Vorsprung auf den Tabellendritten Lechbruck beträgt schon acht Punkte. Am kommenden Sonntag geht es nach Oberstdorf (18 Uhr), eine Woche später kommt Augsburg – und dann folgen noch die Spitzenspiele gegen den härtesten Konkurrenten Türkheim.
Das Spiel in Zahlen:
HC Maustadt – SG Lindenberg/Lindau 1b 6:7 (3:4, 2:2, 1:1).

Tore:
0:1 Michael Wellenberger (6.,Cech, Mahren)
1:1 Philipp Hacker (6., Kusterer)
1:2 Patrick Prell (8.,Merk, Wellenberger )
1:3 Dominic Mahren (12.,Cech)
2:3 Sascha Schuhmann (12., Schirrmacher)
2:4 Markus Schweinberger (15., Olesko, Mahren)
3:4 Ingo Nieder (15., Nieder F., Schirrmacher)
4:4 Markus Schmid (23.)
4:5 Manuel Merk (24., Cech, Prell)
5:5 Fabian Nieder (30., Nieder I., Löhle)
5:6 Michael Wellenberger (31., Chech)
6:6 Mario Kusterer (48., Schmid)
6:7 Markus Schweinberger (54., Olesko)


Strafminuten: 22 – 34., Zuschauer: 55

 

Quellen:
Bericht: Oliver Baldauf
Fotos: Mediambo

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