Starke Abwehr sichert Ticket für die Play-offs

Die SG Lindenberg/Lindau 1b gewinnt 4:1 in Türkheim und hat damit auch den Bezirksliga-Gruppensieg so gut wie sicher. Das Spitzenspiel ist hart umkämpft. Vor allem im ersten Drittel hat der Torhüter jede Menge Arbeit.

 

Michael Wellenberger hatte schon schwierigere Tore erzielt als dieses. Der Gegner setzte alles auf eine Karte, nahm seinen Torhüter vom Eis und brachte einen sechsten Feldspieler. Das nutzte der Torjäger eiskalt aus. Nach Zuspiel von Manuel Merk und Marks Olesko versenkte er 15 Sekunden vor der Schlusssirene den Puck im verwaisten Gehäuse. Die SG Lindenberg/Lindau 1b hat das Auswärtsspiel bei Verfolger ESV Türkheim mit 4:1 (1:0, 1:1, 2:0) gewonnen. Der Bezirksliga-Tabellenführer hat damit zwei Spieltage vor Saisonende die anvisierte Play-off-Teilnahme eingetütet. Auch der Gruppensieg dürfte ihm bei sechs Punkten und 38 Toren Vorsprung sicher sein.

 

Der siebte Sieg in Serie war am Ende verdient und souverän. Allerdings sah das zu Beginn der hart umkämpften Begegnung (36 Strafminuten für die SGLL, 22 für Türkheim) nicht unbedingt danach aus. Die Anfangsphase vor 185 Zuschauern gehörte den Gastgebern, die im Kampf um die Play-offs selbst unbedingt punkten mussten. „Das Drittel war zum Vergessen“, sagte TVL-Abteilungsleiter Oliver Baldauf. Der Spitzenreiter kam oft einen Schritt zu spät und musste häufig in Unterzahl agieren. Dass er nicht in Rückstand geriet, lag allein am überragenden Torhüter Dominik Hattler. Der 25-Jährige parierte mehrere Hundertprozentige und war auch bei Nachschüssen nicht zu überwinden. Auch der 1:0-Führungstreffer fiel überraschend: Wellenberger traf in eigener Überzahl auf Vorlage von Elia Feistle (19.).

 

In der ersten Drittelpause fand Trainer Matthias Schwarzbart dann offenbar die richtigen Worte. Seine erneut nur 13 Feldspieler kamen wie verwandelt aufs Eis zurück und übernahmen die Spielkontrolle. Nun kassierte Türkheim einige Strafzeiten. Elia Feistle musste verletzt raus, nachdem er von einem gegnerischen Schläger im Mund getroffen worden war. Er wurde im Krankenhaus genäht. Kurz darauf vergab Dominik Mahren einen an ihm verursachten Penalty. Für das erlösende 2:0 sorgte dann ein Spieler, der sonst nicht so sehr im Fokus steht: Erik Loffner erzielte nach einem Solo über das halbe Feld seinen ersten Saisontreffer (33.). „Er hat ein überragendes Spiel gemacht. In die Saison ist er als Stand-by-Spieler gestartet – und immer da, wenn der Trainer ihn braucht. Das ist nach dem Ausfall von Mario Kustor und Simon Lehmann in den letzten Wochen regelmäßig der Fall“, lobt Baldauf.

 

14 Sekunden vor Drittelende verkürzte Maxmilian Döring für Türkheim zum 1:2, doch mit der Pausensirene kassierten die Hausherren noch eine Zwei-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung. Das sollte sich rächen. Kurz nach dem Wiederbeginn nutzte Kapitän Patrick Prell diese Überzahl zum 3:1 (42.). Das Zuspiel kam vom dreifachen Vorbereiter Marks Olesko. In der Folge erhöhte Türkheim nochmals den Druck, doch die SGLL räumte alles weg, was in Richtung Tor kam. Den Rest entschärfte Hattler, ehe Wellenberger mit seinem 30. Saisontor den Deckel draufmachte.

 

„Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen. Die Defensivleistung war überragend. Wenn man sich vor Augen hält, dass wir praktisch die gesamte Saison nur mit 2 Reihen antreten konnten, ist die vorzeitige Play-off Qualifikation durchaus bemerkenswert.“, sagte Trainer Schwarzbart.

 

Quellen:
Bericht: Benjamin Schwärzler / Der Westallgäuer

 

 

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