Kantersieg trotz Minimalaufgebot

Letztlich konnten doch 14 Feldspieler und 2 Torleute die Auswärtsfahrt nach Königsbrunn antreten. Einige der angeschlagenen Spieler bissen auf die Zähne und eine späte Abfahrt half auch ein bisschen. Heraus gekommen ist ein eindrucksvoller 8:0 Sieg, der von einer vor allem devensiv überzeugenden Leistung zeugt. 

 

Die Voraussetzungen waren nicht die allerbesten. Während der Woche wurde nur eingeschränkt trainiert und am Mittwochabend sah es sogar so aus, als müsse das Spiel verlegt werden. Einige Spieler hatten mit Verletzungen aus dem Spiel gegen die Eisbären Oberstdorf zu kämpfen, andere hatte ein grippaler Infekt erwischt und wieder andere waren beruflich verhindert. Doch letztlich konnten ausreichend Kräfte mobilisiert werden. Hier zeigte sich, das der Zuzug junger Spieler und der dadurch deutlich breitere Kader ein richtiger und wichtiger Schritt gewesen ist.

 

Am Freitagabend mussten Spieler, die sonst nicht soviel Eiszeit bekommen, in die Bresche springen. Was hervorragend gelang. Nur mit 4 Verteidigern angetreten wurde von Beginn an konsequent und konzentriert verteidigt. Nach etwa 4 Minuten eröffnete Michael Wellenberger auf Zuspiel seines Sturmpartners Manuel Merk den Torreigen. Mitte des 1. Drittels war dann Zdenek Cech mit dem 2:0 in Überzahl erfolgreich. Der Assitpoint ging an Dominic Mahren. In der 15. Minute war dann erneut die Kombination Wellenberger und Merk erfolgreich. 3:0 hieß es nach einem Treffer der in eigener Unterzahl erzielt wurde. Noch vor der ersten Pause war es erneut die 1. Reihe, die auf 4:0 erhöhen konnte. Wellenberger traf nach schöner Passkombination über Merk und Achberger.

 

Kurz nach Beginn des 2. Drittels schlug erneut die Paradereihe der SGLL zu. Daniel Achberger traf auf Zuspiel von Wellenberger und Merk zum 5:0. Nur 3 Minuten später fiel das 6. Tor für die SG. Dominic Mahren schloss eine schöne Passstafette über Cech und Gnannt ab. Das 7:0 resultierte aus einer Powerplaysituation, welche Eric Schneider auf Zuspiel von Mahren und Cech verwerten konnte.

Im Schlussdrittel war dann Ergebnissicherung und Kräftesparen für das Spitzenspiel am Sonntag angesagt. Die Hausherren brachten weiter wenig zustande und so war es an Dominic Mahren mit dem 8:0 den Schlusspunkt hinter eine einseitige Partie zu setzen, Passgeber war diesmal Eric Schneider.

 

In einer sehr fairen Begegnung, welche sich für die Gastgeber, anderst als beim 3:4 vor 2 Wochen an gleicher Stelle, vermutlich auch wie eine Niederlage anfühlt, wurden insgesamt nur 11 Strafzeiten ausgesprochen. Verantwortlich dafür war letztlich auch eine auf die Verhältnisse optimal ausgerichtete Spieltaktik, welche sich Spielertrainer Cech zurecht gelegt hatte. Deutlich hervorgehoben muss an dieser Stelle einmal der Einsatz von AH Goalie Oliver Holup. Trotz seiner inzwischen 52 Jahre stellt er sich immer bedingungslos in den Dienst der Mannschaft. Egal ob im Training oder bei Spielen, auf Oliver ist immer Verlass. Chapeau!

 

Spielertrainer Zdenek Cech, der selbst mit eingreifen musste, weil Fabian Lämmle verhindert war, sah eine super Teamleistung seiner Jungs. "Ein super Zusammenhalt aller Spieler ließ Königsbrunn überhaupt keinen Platz. Es war nichts von der numerischen Überlegenheit - die Pinguine waren mit 20 Mann angetreten - zu sehen. Spieler wie Gnannt, Kainz oder Künnemann zeigten eine hervorragende Leistung und trugen zum Shutout von Dominik Hattler entscheidend bei. Geburtstagskind Eric Schneider beschenkte sich selbst mit einem Tor. Nun liegt der Focus voll auf dem Sonntagspiel gegen den unmittelbaren Verfolger ESV Türkheim. Die Erkenntnis, das auch der 2. Anzug passt stimmt mich dafür zuversichtlich. Wir werden alles daran setzen den Spitzenplatz zu verteidigen."

 

Beginn der Begegnung ist am Sonntag um 18.00 in der ESA Lindau.

 

Quellen:

Bericht: B. Schwärzler WA / Pressedienst SGLL 
Fotos: Florian Wolf / Shakral Photography