Winterclassic gegen die Flößer

Seit mehreren Jahren empfängt die SGLL zum Topspiel zwischen Weihnachten und Silvester ein Spitzenteam der Liga im offenen Lindenberger Eisstadion. Meist war dazu in den letzten Jahren der HC Maustadt zu Gast und immer wurden spannende und hochklassige Spiele geboten. Auf den HC ist auch die Idee zurückzuführen, das Spiel um diese Zeit des Jahres als Winterclassic zu bezeichnen. Heuer erwartet das Team des Trainerduos Lämmle und Cech mit dem ERC Lechbruck einen nicht minder attraktiven Gegner.

 

Die Konstellation am der Spitze könnte kaum spannender sein. Hinter dem ESV Türkheim der sich mit 29 Punkten schon leicht absetzen konnte liegen 3 Teams mit nur 1 Punkt Differenz beisammen. Darunter die SGLL und der ERC Lechbruck. Die Flößer haben dabei derzeit die etwas besseren Karten als die Konkurrenz. Sie liegen zwar derzeit nur auf Rang 4, haben aber 1 bzw. 3 Spiele weniger ausgetragen als die anderen Teams. Auch sorgt der Spielmodus in der heurigen Saison dafür, dass die SGLL zweimal bei den heimstarken Lechbruckern antreten muss. Die Spiele dort waren in den letzten Jahren immer kaum zu gewinnen gewesen. Dazu kommt, dass die SGLL gegen fast alle Topteams noch auswärts ran muss. Im Kampf um die Playoffs kommt dem Spiel am Samstag also fast schon eine vorentscheidende Bedeutung zu.

 

Beide Teams wissen um die Bedeutung der Begegnung und werden entsprechend motiviert zu Werke gehen. Der ERC hat auf seiner Homepage einen sechzigminütigen Kampf auf Biegen und Brechen angekündigt. Sicher werden die Flößer nichts unversucht lassen die wichtigen Punkte mit an den Lech nehmen zu können. Trainer Jörg Peters kann dabei auf ein seit Jahren eingespieltes Team zurückgreifen. Die Zugänge zur heurigen Saison scheinen gut integriert und vor allem der Slowake Marek Hatas taucht beständig in der Scorerliste auf. Ansonsten sind es die bekannten Namen der Gäste. Spieler wie Marcus und Matthias Köpf, Jonas Seitz und Patrick Völk sind im Kader der Flößer für das Toreschiessen verantwortlich. Dabei ist der ERC für geradliniges und kampfbetontes Spiel bekannt. Aus einer sicheren Abwehr heraus wird durch schnelles Angriffsspiel der Torerfolg gesucht.

 

Die Spiele gegen den ERC waren in früheren Jahren immer sehr umkämpft und letztmals konnte die Gäste im Dezember 2015 Punkte aus Lindenberg entführen. Doch die letzten 3 Heimspiele gegen die Lecher konnte die SG jeweils deutlich gewinnen. In der Vorsaison gab es im Spiel des späteren Meisters gegen den Vizemeister sogar einen deutlichen 10:3 Erfolg. Doch die Erfolge der Vergangenheit zählen nicht mehr. Durch die bittere Niederlage am vergangenen Sonntag hat sich das Team selbst in Zugzwang gebracht. Am Samstag muss schon gewonnen werden, will man nicht wertvollen Boden verlieren. Das Potential dazu hat das Team allemal. Von allen Teams der Liga, hat man die meisten Tore pro Spiel erzielt und die wenigsten bekommen. Die mehrheitlich jungen Neuzugänge machen ihre Sache sehr gut und sind gut ins Team integriert. Die Entwicklung des Teams darf bereits jetzt als sehr positiv beurteilt werden. Dazu leisten auch die beiden Trainerneulinge sowie Neukapitän Markus Schweinberger und seine Assistenten einen großen Beitrag. Bei hoffentlich guten äußeren Bedingungen und vor großer Kulisse kann das Team nun zeigen, dass der Kampf um die Playoffs angenommen wird und keine weitere Heimniederlage zugelassen wird.

 

Quellen:

Bericht: Pressedienst SGLL 
Fotos: Florian Wolf / Shakral Photography

 

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