Den Sturz von der Tabellenspitze stoppen

Noch 2 Spiele zuvor hatte die SGLL nach einem überlegen Sieg gegen das Schlusslicht Königsbrunn die Spitze der Tabelle erklommen. Dann kamen die beiden Heimspiele gegen den ESV Türkheim und den ERC Lechbruck. Beide Spiele gingen relativ deutlich verloren. War man gegen Türkheim noch nach einem Spiel auf Augenhöhe unterlegen, so war das Team gegen Lechbruck völlig chancenlos gewesen. Gegen einen gut organisierten Gegner zeigte das Team des Trainerduos Lämmle und Cech vor allem in Punkto Kampfgeist und Einsatz eine sehr schwache Leistung. Viele Besucher im Stadion rieben sich verwundert die Augen, so schwach hatten sie das Team lange nicht gesehen.

 

Nun kommt am Sonntag um 18.00 mit der zweiten Mannschaft des ESC Kempten der Tabellenvorletzte nach Lindenberg. Eine willkommene Gelegenheit, den negativ Trend zu stoppen und mit einem Sieg den Anschluss nach ganz oben zu halten. Doch wer glauben würde, da käme Kanonenfutter ins Eisstadion am Waldsee, der täuscht sich gewaltig. Trotz des schlechten Tabellenplatzes sind die Sharks ein gefährlicher und keinesfalls zu unterschätzender Gegener. Einige Spiele wurden nur sehr knapp verloren und von den bisher 9 Niederlagen setzte es alleine 3 gegen den HC Maustadt. Gegen die Eisbären Oberstdorf konnte von bisher 3 Spielen ein Spiel gewonnen werden. Das Team aus der Allgäumetropole besteht dabei aus einer ganzen Reihe erfahrener Spielern, die alle höherklassig gespielt haben. Allen voran seien hier die beiden Tschechen Ervin Masek und Filip Matejka genannt. Ergänzt wird das Team durch Spieler aus dem Kemptener Nachwuchs. Da die Erste Mannschaft der Sharks, immerhin 3. in der Landesliga Gruppe 2, am Sonntag kein Spiel hat, wird das Team möglicherweise auch noch mit einigen Landesligaspielern ergänzt werden. Alles in allem eine gefährliche Mischung, die da auf die Jungs um Kapitän Markus Schweinberger zu kommt. Auch wenn die Kemptener in ihrer ersten Saison noch nicht ganz oben in der Bezirksliga mitspielen können, als Stolperstein spielen sie bisher eine gute Rolle.

 

Trotz aller Gefährlichkeit, wäre ein Sieg gegen die Sharks unter normalen Umständen sicher fix einkalkuliert. Doch die zuletzt gezeigten Leistungen der Heimmannschaft geben zu denken. Dabei waren es nicht die jungen Spieler im Team der SG, sondern die erfahrenen Spieler, die das Spiel leiten und lenken sollten, die nicht überzeugen konnten. Beim einen oder anderen waren Trainingsrückstände sichtbar. Nun wer will es Ihnen verdenken, nach 3 Jahren in Folge an der Spitze der Liga, ist es nicht einfacWeinert top motiviert zu sein. Berufs- und Familienbedingt, können viele nicht mehr so intensiv trainieren wie früher und ein Team wie Türkheim, das 60 Minuten Powereishockey bringt, kann dann eben nicht geschlagen werden. Ob es am Sonntag für einen Sieg reichen wird, muss sich zeigen. Bei einem Erfolg bestehen weiter gute Aussichten einen der beiden Playoffplätze zu erreichen. Doch wird dieser nur als Team gelingen können. Auch in diesem Bereich konnten aufmerksame Beobachter im letzten Spiel des Jahres 2019 einiges an Verbesserungspotential feststellen. Viel Arbeit und die erste richtige Bewährungsprobe für die beiden Trainernovizen auf der Bank der SG. Doch die beiden sind als Spieler lange im Geschäft und haben schon viel gesehen und erlebt. Kein Zweifel, dass sie es schaffen werden das Ruder wieder herum zu reißen. Einen wichtigen Beitrag können dazu sicherlich die hoffentlich wieder sehr zahlreichen Zuschauer leisten. Das Team wird Eure Unterstützung im ersten Spiel des neuen Jahrzehntes sehr gut brauchen können.

 

Quellen:

Bericht: Pressedienst SGLL 
Fotos: Florian Wolf / Shakral Photography

 

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